Kirchengemeinde Emmingen-Pfrondorf & Pfarrer Borchardt Online- GUTE WORTE VON GOTT IN DER CORONA-KRISE Impulse-Besinnungen-Texte-Gemeinschaft
Kirchengemeinde Emmingen-Pfrondorf & Pfarrer Borchardt Online- GUTE WORTE VON GOTT IN DER CORONA-KRISEImpulse-Besinnungen-Texte-Gemeinschaft

Aktuelles Wort zur Lage für E-P

Persönliches Wort im Mitteilungsblatt 17.4.2020:

 

Corona in Pfarrhaus und Kirchengemeinde

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Virus hat auch Pfarrer und Pfarrfrau erreicht: Am 25.März haben wir beide, Karin und Andreas Borchardt, von unser Infektion erfahren. Wir mussten uns umgehend in Quarantäne begeben- und seitdem auf alle persönlichen Kontakte verzichten. Die Symptome haben wir unterschiedlich erlebt. Mittlerweile geht es uns wieder gut, allerdings müssen wir die Quarantäne momentan (Stand 20.4.) noch aufrechterhalten. Als Pfarrer kann ich deshalb noch keine Aufgaben nach außen wahrnehmen- und muss mich auf „home office“ beschränken.

Wir beide sind sehr dankbar für alle Unterstützung, guten Worte und Gebete, die uns persönlich begleitet haben.

Und wir möchten alle hoffen und beten, dass die unsichtbaren Mauern zwischen Mensch und Mensch wieder schwinden dürfen und können in den nächsten Wochen: Es werden dann wohl ganz besondere Gottesdienste sein, wenn wir uns das erste Mal wieder ganz leiblich versammeln dürfen in der Oswaldkirche und in der Nikolauskirche.

Ihr Pfarrer Andreas Borchardt

 

Wort zum Tag am 8.4.2020-

Corana und der Weg durch die Karwoche

I.

Liebe Gemeindeglieder in Emmingen und Pfrondorf,

liebe Mitarbeitende, Freunde und Bekannte,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vieles, ja beinahe alles ist anders seit Mitte März:

Das Corona-Virus, die Angst und die Sorge im Blick auf seine weitere Ausbreitung bestimmen das Denken und Fühlen in unserem Land und in unserer Gesellschaft –So wie man sich das noch vor einem Vierteljahr nie hätte vorstellen können.

 

Auch ganz persönlich hat diese Pandemie uns hier im Emminger Pfarrhaus erreicht- am 25.März haben meine Frau und ich erfahren, dass das Testergebnis positiv ist und wir also von diesem neuartigen Virus infiziert und daran erkrankt sind.

Es geht uns beiden inzwischen wieder zufriedenstellend- allerdings steht das Emminger Pfarrhaus weiter unter Quarantäne und ich befinde mich bis nach Ostern auch weiter im Krankenstand und darf bis auf weiteres nicht in den Ort gehen oder wegfahren.

 

Einen ganzen Monat ist es inzwischen her, seitdem wir am 8.März zum letzten Mal miteinander Gottesdienst feiern konnten –

In Emmingen war das am Vormittag verbunden mit der Feier der Goldenen Konfirmation, in Pfrondorf haben wir später dann noch miteinander einen Abendgottesdienst gefeiert.

In der Woche darauf überschlugen sich dann die Ereignisse und die neuen, massiv eingreifenden Anordnungen von staatlicher wie auch kirchlicher Seite,

so dass wir schließlich ganz kurzfristig am Samstag, 14.März, die Gottesdienste für den folgenden Sonntag absagen mussten.

Auch die an diesem Wochenende geplante Konfirmandenfreizeit in VS-Schwenningen musste ganz kurzfristig gecancelt werden.

 

Wir haben uns im Kirchengemeinderat Gedanken gemacht, wie wir vor allem unseren älteren Gemeindegliedern einen geistlichen Gruß anstelle des gewohnten Gottesdienstbesuchs zukommen lassen könnten.

So haben wir Gottesdienst-Flugblätter verteilt- und dann auch die Möglichkeit genutzt, im örtlichen Mitteilungsblatt jede Woche eine kleine Andacht zu veröffentlichen.

Das dies auch nach meiner Erkrankung so engagiert und zuverlässig weitergegangen ist, dafür danke ich unseren Mitarbeitenden im KGR ganz herzlich- insbesondere Frau Marion Sailer-Spies für das Verfassen der Impulse, mit ganz viel Trost, Glauben und Hoffnungskraft, und ebenso Frau Elke Spitzer, die von ihrer Wohnung aus in dieser Situation nun das Pfarrbüro verwaltet.

Euch allen ein ganz herzliches Dankeschön- ebenso auch allen denen, die sich für unseren örtlichen Hilfsdienst spontan und engagiert zur Verfügung gestellt haben. Ich war insbesondere Herrn Feuerwehrkommandant Reiff in Nagold sehr dankbar, dass wir diesen Hilfsdienst noch kurz vor meiner Erkrankung in die Aktion „Nagold hilft Nagold“ integrieren konnten.

 

 

II.

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir stehen in einer Woche, in einer besonderen Woche des Kirchenjahres,

in der sich die Christenheit in besonderer Weise erinnert an das Leiden und Sterben Jesu von Nazareth:

An seinen Weg in Jerusalem- vom Einzug auf dem Esel reitend, unter dem Jubel der Massen, bis hin zur Verhaftung und zum „Kreuzige“ ihn,

verraten, verleugnet, verurteilt- und wie ein Schwerverbrecher hingerichtet.

 

Ein Weg voller Leiden, voller Unmenschlichkeit und Einsamkeit-

Ein Weg, der aber ganz nahe an das heranführt,

was viele Mitmenschen in diesen Tagen erleben- erleiden müssen:

Auf den Intensivstationen, wo manche um ihr Leben ringen-

Und andere bis an die Grenze der eigenen Kräfte versuchen, ihnen beizustehen.

 

Oder in den Leichenhallen von New York, wo womöglich viele,

die dort arbeiten müssen, ausgesprochen oder unausgesprochen den Klageruf Jesu auf den Lippen haben: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

 

Liebe Schwestern und Brüder,

trotz allem und in allem- hat er uns nicht verlassen, Christus, unser Gott,

auch wenn wir im Moment vielleicht nichts hören oder sehen von ihm.

 

Das ist die innerste Aussage dieser Woche, vom Palmsonntag bis zum Karfreitag:

Christus, Gott, er ist bei uns, er ist bei seiner leidenden Schöpfung mitten in ihren Leiden, ja mitten sogar, wenn es denn so ist, mitten im Sterben.

 

Es gibt einen Text von Bonhoeffer, jetzt nicht jener andere, der von der Geborgenheit und den guten Mächten singt,

 

Sondern ein Gedicht- gerade besonders auch jetzt für diese Kar-Woche,

das uns  mitten in diesen so sehr von Corona bestimmten Tagen vielleicht aus dem Herzen sprechen kann.

 

Bonhoeffer schreibt:

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

 

Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehen ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.

 

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,
und vergibt ihnen beiden.

 

Soweit Bonhoeffer.

 

Christus ist gerade auch in diesen Tagen, mitten in diesen Zeiten,

bei uns. 

Sein Kreuzestod ist für uns das Zeichen seiner Nähe, seiner allertiefsten Nähe und Mitmenschlichkeit.

Lassen wir uns von ihm berühren, von ihm stärken und-

Als gute Mitmenschen auch immer wieder zusammenführen,

mitten in diesen Tagen- in allem und trotz allem.

Bleiben Sie von ihm- behütet und bewahrt!!

Wort zum Tag am 20.3.2020-  "Unser Ortshilfsdienst steht!"

Ihr lieben Leute aus Emmingen und Pfrondorf,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

gestern habe ich in meiner Videobotschaft und in Textform dazu aufgerufen, für den Bereich von Emmingen und Pfrondorf einen Gemeinde-Hilfsdienst sowie eine Austauschrunde zu gründen, beides in Form einer Whatsapp-Gruppe.

Ich bin immer noch überwältigt und fast sprachlos, wie schnell und zahlreich

sich Menschen aus unseren Dörfern daraufin gemeldet haben- mit ihrer Bereitschaft, in unserem Gemeinde-Hilfsdienst EP mitzuarbeiten!

Nach wenigen Minuten kam schon die erste Meldung- und es dauert an! Wir sind nun mit mir 35 (!) Personen, zwischen ca. 20 und 65 Jahren.

Keiner weiß im Moment, wie sehr unser Dienst angenommen und nachgefragt werden wird- es ist aber gut, wichtig und ein Geschenk, dass es ihn nun gibt und

diese 35 Frauen und Männer mit dabei sind.

Darunter sind auch zwei Personen, die uns aus der näheren Umgebung unkompliziert mit Lebensmitteln beliefern könnten- aus einem Bauernhof mit Direktvermarktung sowie einem Großmarkt.

Dankenswerterweise können wir die Lieferung dann jeweils als Sammelrechnung aufs Pfarramt laufen lassen, ganz herzlichen Dank jeweils.

Denn es darf bei unserem Gemeinde-Hilfsdienst zu keinem direkten Kontakt zwischen unseren Mitarbeitenden und den Menschen in ihren Häusern kommen, denen wir die Waren liefern.

Das Pfarramt wird in Vorleistung gehen- und ich bitte alle, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen werden, schon jetzt ganz herzlich, dies so auch anzunehmen.

Ebenso hat eine junge Frau, die Grafikerin ist, angeboten, uns einen Flyer zu gestalten- ebenso ganz herzlichen Dank! Mein Gedanke ist, diesen Flyer nächste Woche ins Mitteilungsblatt zu stellen, ggf. auch in die Briefkästen zu verteilen.

Auch unsere zweite Gruppe gibt es nun:

Die Emmi-Pfroni-Runde ist noch deutlich deutlicher kleiner als der Hilfsdienst, das kann ja aber auch noch weiter wachsen.

So wie es die Gruppenmitglieder mögen und wie es einem danach ist, ist dort einfach Raum zum Austausch- welche Gedanken, Sorgen, Hoffnungen bewegen uns in diesen Tagen?

Wenn auch Sie in einer oder in beiden Gruppen dabei sein möchten, dann schreiben Sie mir eine Nachricht an meine Mobilnummer 0163-2006 009, an meine Mail-Adresse Andreas.Borchardt@elkw.de oder rufen mich an unter der Pfarramtsnummer 07452-5722.

Für heute möchte ich Euch nur nochmals auf unsere Internetseiten hinweisen, insbesondere auf www.pfarrer.borchardt-cw.de stelle ich den einen oder anderen Clip jetzt ein, die Songs von mir sind v.a. auch für die SchülerInnen gedacht- und nicht unbedingt für den Grand Prix...

Daneben finden Sie auf meiner Internetseite auch kurze Andachten für den kommenden Sonntag, erstellt von zwei meiner Kollegen, die sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

Die Glocken unserer Kirchen werden, wie gewohnt, läuten am Sonntag.

Auch wenn die Türen geschlossen bleiben müssen, lassen Sie sich vom Klang der Glocken einladen zu einer häuslichen Stunde der Besinnung.

Lesen Sie, vielleicht auch gemeinsam einen dieser Texte, hören oder singen Sie ein paar Lieder, beten Sie gemeinsam ein Vaterunser.

Unser Gott ist überall- und in ihm sind wir miteinander verbunden-

Ein Leib in Christus. Äußerlich getrennt, aber von innen her eine Einheit.

Ich wünsche es Ihnen und Euch, diese innerliche Verbundenheit mit Christus und mit allen unseren Mitmenschen zu spüren in diesen Tagen.

Mögen uns auch diese digitalen Wege dabei eine Hilfe sein.

Bleiben Sie behütet- Schalom!

Wort zum Tag am 19.3.2020-

Aufruf für einen örtlichen Hilfsdienst

Bewahrt bleiben-

-gerade auch jetzt in der Zeit der Corona-Krise in unserem Land !!

Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte und Freunde,

keine Gottesdienste mehr, Kirchen und Gemeindehäuser geschlossen- wir hätten uns so etwas noch vor wenigen Wochen nicht im entferntesten vorstellen können.

Als Christinnen und Christen wie auch als Kirchengemeinde sind wir umsomehr ganz direkt und persönlich gefragt, wo wir einander beistehen und helfen können- zum Beispiel, wenn die einen ihr Haus nicht mehr verlassen dürfen oder können.

Wir haben deshalb einen Gemeinde-Hilfsdienst ins Leben gerufen:  Wer Hilfe benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 07452-6399 428 melden.

Erste ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich bereiterklärt, hier mitzuarbeiten.

Wer selbst im Gemeinde-Hilfsdienst mitarbeiten möchte, möge sich ebenfalls unter der angegebenen Nummer oder per Whatsapp-Nachricht an 0163-2006 009 melden.

Äußere Hilfe ist das eine- das Gespräch und persönlicher Austausch das andere. Da wir auf direkte soziale Kontakte verzichten müssen in dieser Zeit, lädt Pfarrer Borchardt zu einer digitalen "Emmi-Pfroni-Runde" ein. Wie geht es uns in diesen Krisenzeiten? Was würde ich gerne mit anderen – teilen an Gedanken, Fragen, Sorgen, aber auch guten Gedanken?

In einer neugegründeten Whatsapp-Gruppe können sich Menschen aller Generationen per Textnachricht austauschen. Wer gerne in diese Gruppe aufgenommen werden möchte, möge sich ebenfalls mit einer kurzen Whatsapp-Nachricht an die Nummer 0163-2006 009 melden.

Und für das vertrauliche persönliche Gespräch können Sie Pfarrer Borchardt auch weiter erreichen unter der Festnetznummer 07452-5722 bzw. auch die bereits genannte Mobilnummer.

Jeden Sonntag werden die Glocken unserer Kirchen wie gewohnt zur Gottesdienstzeit läuten.  Lassen Sie sich einladen, zu Hause dann einen kleinen persönlichen Gottesdienst zu feiern. Ab der nächsten Woche werden wir ihnen dazu im Mitteilungsblatt eine kleine Besinnung zur Hand geben.

Auf meiner persönlichen Homepage www.pfarrer.borchardt-cw.de werde ich nach und nach einige Impulse, möglichst auch Videos/Audios und Links zu anderen Angeboten, einstellen. Schauen Sie einfach immer mal wieder rein- oder bitten Sie Menschen im Nahbereich, Ihnen dabei behilflich zu sein.

Wir möchten unseren Gott bitten, uns in allen Generationen Kraft, Geduld, Trost und gegenseitige Solidarität ins Herz zu geben- damit wir aus seiner Gnade heraus diese Krise durchstehen und bewältigen können.

Bleiben Sie behütet- und schauen Sie immer einmal wieder hier oder auf meiner persönlichen Homepage vorbei,

mit allen guten Wünschen Ihr und Euer Pfr. Andreas Borchardt

Hier finden Sie uns

Pfarrer Andreas Borchardt Online
Oberjettinger Straße 35
72202 Nagold-Emmingen

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 (0)7452-5722

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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